BIOABFALLTRENNUNG – KOMPOSTIERUNG

RICHTIG KOMPOSTIEREN IM EIGENEN GARTEN

Es kann sinnvoll sein einen Teil der organischen Abfälle selbst zu kompostieren. Moderne Komposter, die man in Gartencentern und Baumärkten erwerben kann, kommen durch die fortlaufenden Zersetzungsprozesse mit wenig Raum aus (ab ca. einem halben Quadratmeter). Wichtig ist, dass sie so aufgestellt werden, dass sie eine direkte Bodenberührung haben, sodass eine natürlich Besiedelung durch Kompostwürmer, Kleinstlebewesen und Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) über den Erdboden stattfindet.

Keinesfalls sollte man das zu kompostierende Material in eine Grube geben, da Kompost ohne Luft zu Fäulnis und damit einhergehender Geruchsbelästigung führt.

Zur besseren Durchlüftung empfehlen wir als untere Schicht (ca. 20 cm Höhe) kleinere Äste und Zweige zu nutzen. Auch bei der weiteren Befüllung des Komposters sollte darauf geachtet werden, dass sich strukturarmes Material wie Rasenschnitt mit strukturreichem Material wie Strauchschnitt abwechseln.

Der Standort des Komposters sollte so gewählt werden, dass er bei jedem Wetter bequem erreicht werden kann. Der Platz sollte weder dauerverschattet sein, noch in der prallen Sonne sein.

BEI DER KOMPOSTIERUNG BESONDERS ZU BERÜCKSICHTIGEN:

  • Das zu kompostierende Material braucht Luft (seitlich und unten offenes Behältnis, abwechselnd strukturarmes und strukturreiches Material schichten).
  • Die einzelnen Schichten durchmischen
  • Den Komposthaufen immer leicht feucht halten (hitzebedingte Austrocknung vermeiden, aber den Haufen auch nicht zu nass machen, damit Kleinlebewesen nicht ersticken).
  • Zwiebelschalen, Schnittlauchreste, Kaffee- und Tee-Satz sind ein ideales Regenwurmfutter! Phlox und Holunder sind gute Pflanzen am Komposthaufen (Regenwurmförderung).
  • Nicht alles was in der Küche anfällt ist gut für den Kompost geeignet. Die große Menge der Küchenabfälle sollte besser über die Braune Tonne entsorgt werden. Sie enthält in ihrer Gesamtheit zu viele Mineralstoffe, sodass die spätere Ausbringung des Komposts zu einer Überdüngung, grade von kleineren Grundstücken, führen kann. Zudem sollten bestimmte Küchenabfälle, die wir als EAD ebenfalls für die Braune Tonne annehmen, keineswegs in den heimischen Kompost. Dazu zählen beispielsweise Fleisch-, Wurst- und Fischreste oder die Schalen von Nüssen oder Zitrusfrüchten. Abfälle, die größere Tiere anlocken, sollten vermieden werden oder in der Mitte des Komposthaufens eingearbeitet werden (eventuell mit Erde umgeben).
  • Um den Komposter von übermäßig vielen Fruchtfliegen frei zu halten, empfiehlt es sich eine dünne Schicht von Kalk (nicht Kalkstickstoff) aufzubringen.
  • Den fertig aufgesetzten Haufen abdecken, um Wärmeentwicklung zu fördern sowie Feuchtigkeits- und Stickstoffverluste zu vermeiden! Umsetzen fördert die Verrottung.

Nach etwa 1 bis 1,5 Jahren entsteht gebrauchsfertiger Kompost. Die nährstoffreiche Komposterde verbessert die Qualität des Gartenbodens, macht den Einsatz von umweltbelastenden künstlichen Mineraldüngern überflüssig und hilft Torf in Blumenerden zu ersetzen, bei dessen Abbau wertvolle Moorökosysteme zerstört werden. Den Kompost etwa in einer Schichtstärke von 2 bis 3 mm (!) auf Beete aufbringen und leicht in den Boden einarbeiten.

Link zum Thema Eigenkompostierung und sachgerechter Kompostdüngung